Welchen Urlaubsanspruch hat ein Arbeitnehmer ?

Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf Urlaub, dies gilt auch für geringfügig oder befristet beschäftigte Arbeitnehmer. Der Anspruch auf Urlaub beträgt jährlich mindestens 24 Werktage, wobei die Samstage als Werktage gelten.

Ist der Arbeitnehmer weniger als 6 Tage pro Woche tätig, so muss der Urlaubsanspruch von 24 Werktagen den tatsächlichen Arbeitstagen durch Umrechnung angepasst werden. Dies geschieht folgendermaßen: Die im Gesetz genannten 24 Werktage werden durch 6 Werktage in der Woche geteilt und mit der Anzahl der Arbeitstage multipliziert, die der Arbeitnehmer pro Woche tätig ist.

Der volle Urlaubsanspruch in Höhe von 24 Werktagen besteht dann, wenn der Arbeitnehmer seit mindestens 6 Monaten beschäftigt ist und der Arbeitnehmer über den 30. Juni hinaus tätig ist. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, hat der Arbeitnehmer nur einen Anspruch auf Teilurlaub; ihm steht dann für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses ein Zwölftel seines Jahresurlaubs zu.

Der Urlaub ist grundsätzlich im laufenden Kalenderjahr zu gewähren. Eine Übertragung auf das nächste Kalenderjahr ist nur ausnahmsweise gestattet. Im Falle der Übertragung muss der Urlaub in den ersten 3 Monaten des Folgejahres genommen werden. Geschieht dies nicht, erlischt der Urlaubsanspruch.

Erkrankt der Arbeitnehmer während des Urlaubs, werden die Tage der Arbeitsunfähigkeit nicht auf den Urlaub angerechnet. Ein Urlaubsanspruch entsteht auch während der Krankheit, im Extremfall sogar, wenn der Arbeitnehmer im gesamten Urlaubsjahr arbeitsunfähig war. Voraussetzung für die Gewährung ist jedoch, dass der Urlaub bis zum 31.03. des Folgejahres angetreten werden kann. Andernfalls erlischt der Anspruch.

Eine finanzielle Abgeltung des Urlaubs durch Geld ist unzulässig. Nur dann, wenn der Arbeitnehmer den Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses, das gilt auch für fristgemäße und fristlose Kündigung, ganz oder teilweise nicht mehr nehmen kann, ist der Urlaub finanziell abzugelten. Voraussetzung für den Abgeltungsanspruch ist jedoch, dass der Arbeitnehmer den Urlaub in Anspruch nehmen könnte, wenn das Arbeitsverhältnis nicht beendet worden wäre (z.B. bei Krankschreibung über den 31.03. des Folgejahres hinaus entfällt der Abgeltungsanspruch).

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