Förderprogramme für Existenzgründer / ALG 1

Da Überbrückungsgeld und Ich-AG in der Regel finanziell nicht ausreichend sind, wird man häufig nicht daran vorbeikommen, den Start in eine neue Existenz durch Kredite zu finanzieren. Die Banken sind jedoch zurückhaltend bei der Förderung von Existenzgründungen. Die Bank investiert nicht mehr alleine in ein Gründungskonzept, sondern möchte zusätzliche Sicherheiten für die auszugebenden Kredite haben.

Die Bonität der Kreditnehmer und die Qualität der Sicherheiten bestimmen zudem auch die Höhe der Zinsen für den beantragten Kredit. Zu den klassische Banksicherheiten zählen Immobilien, Wertpapierdepots und Lebensversicherungen. Die Banken akzeptieren auch Bürgschaften der Ehe- und Lebenspartner, sofern diese über ein gesichertes Einkommen verfügen. Wer keine entsprechenden Sicherheiten aufzuweisen hat, muss höhere Kreditzinsen zahlen, insofern er überhaupt einen Kredit bekommt. In diesem Falle hilft die KfW-Mittelstandsbank . Die KfW-Mittelstandsbank fördert alle Branchen mit Ausnahme der Landwirtschaft.

Von der KfW-Mittelstandsbank wurden eine Reihe von Förderprogrammen aufgelegt, die für Existenzgründer und auch für bestehende Unternehmer interessant sein können. Es handelt sich hierbei vorrangig um Kreditprogramme. Die Kredite aus diesen Kreditprogrammen werden von der jeweiligen Hausbank vergebenen. Die KfW-Mittelstandsbank überträgt der Hausbank zur Absicherung dieser Kredite eine Bürgschaft von bis zu 80 % der gesamten Kreditsumme. Zusätzlich wird der Kreditzins von in der KfW-Mittelstandsbank festgelegt und kann von der finanzierenden Hausbank nur in Ausnahmefällen geringfügig erhöht werden.

Ein Antrag auf einen Kredit kann auf dem Internet-Auftritt der KfW-Mittelstandsbank online ausgefüllt werden. Mit diesem Antrag muss man sich dann an seine Hausbank wenden. Man kann sich aber auch direkt an seine Hausbank wenden. Normalerweise kennen die Banken die Förderprogramme der KfW-Mittelstandsbank.

Für Existenzgründer, die keine allzu große Finanzierung benötigen, gibt es ein so genanntes Mikro-Darlehen sowie auch ein so genanntes Startgeld. Das Mikro-Darlehen beträgt maximal 25.000,- Euro. Es wird überwiegend an natürliche Personen, Arbeitslose, Ausländerinnen und Ausländer sowie Immigrantinnen und Immigranten ausgegeben. Aber auch kleinere Betriebe im Bereich der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe mit bis zu 10 Beschäftigten können dieses Darlehen erhalten. Finanziert wird auch die Gründung einer nebenerwerblichen Selbständigkeit, vorausgesetzt sie soll später in einen Haupterwerb umgewandelt werden. Das Mikro Darlehen gibt es mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren, sechs Monate sind davon tilgungsfrei.

Das Startgeld ist ein Darlehen von bis zu 50.000,- Euro. Wie schon der Name andeutet, werden Existenzgründungen unterstützt. Auch hier kann die Gründung zunächst auch als Nebenerwerb erfolgen. Zu beachten ist: Der Antragsteller darf bei Einreichung des Kreditantrages noch nicht selbstständig sein. Das Startgeld gibt es mit einer Laufzeit von bis zu 10 Jahren und mit maximal zwei Jahren Tilgungsfreiheit.

Neben Startgeld und Mikro-Darlehen gibt es noch einer Reihe weiterer Fördermöglichkeiten über die KfW-Mittelstandsbank. Eine Übersicht der Konditionen für Investitionskreditprogramme findet sich hier (Stand 01. Januar 2005) .


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