Die Kündigungsfrist / Arbeitsrecht

Falls in dem Arbeitsvertrag, einem anzuwendenden Tarifvertrag oder einer geltenden Betriebsvereinbarung nichts anderes geregelt ist, gelten prinzipiell die gesetzlichen Kündigungsfristen des § 622 BGB:

Die Arbeitsagentur kann jedoch bei beiden Formen, für einen Zeitraum von bis zu maximal zwölf Monaten, bis zu 50% des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgeltes übernehmen.

Danach kann das Arbeitsverhältnis eines Angestellten oder eines Arbeiters auch Arbeitnehmer genannt, das nicht länger als zwei Jahre bestanden hat, von beiden Seiten mit einer Frist von vier Wochen zum 15.ten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden. Die nennt man Grundkündigungsfrist.

Für eine Kündigung durch den Arbeitgeber gelten bei einer längeren Betriebszugehörigkeit des Arbeitnehmers folgende verlängerte Kündigungsfristen:

Das Arbeitsverhältnis besteht:
- länger als 2 Jahre, Kündigungsfrist: 1 Monat zum Ende eines Kalendermonats
- länger als 5 Jahre, Kündigungsfrist: 2 Monate zum Ende eines Kalendermonats
- länger als 8 Jahre, Kündigungsfrist: 3 Monate zum Ende eines Kalendermonats
- länger als 10 Jahre, Kündigungsfrist: 4 Monate zum Ende eines Kalendermonats
- länger als 12 Jahre, Kündigungsfrist: 5 Monate zum Ende eines Kalendermonats
- länger als 15 Jahre, Kündigungsfrist: 6 Monate zum Ende eines Kalendermonats
- länger als 20 Jahre, Kündigungsfrist: 7 Monate zum Ende eines Kalendermonats

Es werden allerdings bei der Berechnung der Beschäftigungsdauer Zeiten, die vor der Vollendung des fünfundzwanzigsten Lebensjahres des Arbeitnehmers liegen, nicht berücksichtigt.

Besonderheiten gelten während einer eventuell vereinbarten Probezeit, längstens jedoch für die Dauer von sechs Monaten: In einem solchen Fall kann das Arbeitsverhältnis beiderseitig mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden.


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