Kündigung - Diese Punkte sollten Sie beachten / ALG 1

Melden Sie sich umgehend nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei Ihrem zuständigen Arbeitsamt arbeitslos. Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht frühestens von dem Tag der Meldung an. Viele Arbeitnehmer begehen hier den Fehler, dass sie den Ausgang des Kündigungsschutzprozesses abwarten.

Das Arbeitsamt braucht zur Bearbeitung Ihres Antrages die vom Arbeitgeber ordnungsgemäß ausgefüllte Arbeitsbescheinigung. Kontrollieren Sie die Eintragungen. Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis, in dem seine Tätigkeiten umfassend wiedergegeben und seine Leistung und Führung gerecht beurteilt wird. Erfüllt das Arbeitszeugnis seiner Ansicht nach diese Anforderungen nicht, so hat er einen gerichtlich durchsetzbaren Anspruch auf Berichtigung.

Dabei ist es bei einem unterdurchschnittlichen Arbeitszeugnis so, dass der Arbeitgeber beweisen muss, dass die Beurteilung zutreffend ist. Verlangt der Arbeitnehmer hingegen eine überdurchschnittliche Beurteilung (gut oder sehr gut), dann muss er darlegen und beweisen, dass seine tatsächlichen Leistungen diese Beurteilung rechtfertigen.

In der Praxis enden solche Prozesse jedoch in aller Regel mit einem Vergleich. Der Arbeitnehmer kann also fast immer noch etwas "herausholen". Zu beachten ist, dass im Arbeitsgerichtsprozess keine Erstattung der Anwaltskosten stattfindet.


>> Unterhaltsgeld und anschließende Widerantragstellung auf Arbeitslosengeld

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