Voraussetzungen für Arbeitslosengeld / ALG 1

1. Sie müssen arbeitslos sein.
2. Sie müssen sich persönlich arbeitslos gemeldet haben.
3. Sie müssen die Anwartschaftszeit erfüllt haben.

Grundsätzliche Voraussetzung für Arbeitslosengeld, ist natürlich die Arbeitslosigkeit. Arbeitslos ist ein Arbeitnehmer der nicht in einem Beschäftigungsverhältnis steht und der ein mindestens wöchentlich 15 Stunden umfassendes Beschäftigungsverhältnis sucht.

Beschäftigungssuche heißt für die Agenturen, dass der Arbeitslose alle ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzt, um seine Arbeitslosigkeit zu beenden und der den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung steht. Eine weitere Bedingung dabei, sind die so genannten Eigenbemühungen. Die Agenturen für Arbeit verlangen hier von dem Arbeitslosen während seiner Arbeitslosigkeit Eigenbemühungen nachzugehen und diese auch entsprechend nachzuweisen.

Eine Voraussetzung für den Bezug von Arbeitslosengeld ist zunächst einmal die persönliche Arbeitslosmeldung und die damit in Verbindung stehende Antragstellung. Ein Antrag wird bei der persönlichen Arbeitslosmeldung automatisch durch die Agenturen für Arbeit ausgehändigt. An dieser Stelle sei noch mal darauf hingewiesen, dass die persönliche Arbeitslosmeldung nicht mit der frühzeitigen Meldung wegen der Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses zu verwechseln ist.

Die frühzeitige Meldung hat unmittelbar bei bekannt werden der Kündigung zu erfolgen, während die persönliche Arbeitslosmeldung frühestens 3 Monate vor dem Ende der Beschäftigung durch die Agenturen angenommen werden.

Eine weitere notwendige Voraussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosengeld ist die Erfüllung der Anwartschaftszeit. Die Anwartschaftszeit ist erfüllt, wenn der Arbeitslose innerhalb der letzten 3 Jahre vor der Arbeitslosigkeit mindestens 1 Jahr versicherungspflichtige Zeiten nachweisen kann.

Das Arbeitslosengeld ist damit eine Versicherungsleistung und für eine Versicherungsleistung müssen Beiträge gezahlt werden. Das Jahr Versicherungspflicht muss kein zusammenhängender Zeitraum sein. Mehrere Zeiträume innerhalb der letzten 3 Jahre summiert zu einem Jahr erfüllen ebenfalls die Anwartschaftszeit.

Im Übrigen sind Zeiten in denen man Krankengeld, Erwerbsunfähigkeitsrente oder Übergangsgeld bezogen hat auch Zeiten in denen Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt werden.


>> Gibt es Arbeitslosengeld nach dem Wehrdienst ?

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