Finanzielle Unterstützung Beschäftigungssuche / ALG 1

Das Arbeitsamt hat laut Gesetz hat die Möglichkeit jeden Arbeitslosen zur eigenen Arbeitssuche zu verpflichten. Gemäß § 119 Absatz 5 Satz 2 Drittes Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) hat der Arbeitslose die Pflicht, auf Verlangen des Arbeitsamtes seine Eigenbemühungen zur Arbeitssuche nachzuweisen, sofern der Arbeitslose vorher auf die Pflicht der Eigenbemühung hingewiesen wurde. Das Arbeitsamt kann von dem Arbeitslosen nicht verlangen, rückwirkend Belege für getätigte Bewerbungen vorzulegen. Erst auf einen Hinweis durch das Arbeitsamt sind zukünftige Bewerbungen auf Verlangen von dem Arbeitslosen vorzulegen. Als Belege werden Antwortschreiben von Arbeitgebern oder direkte Bescheinigungen des Arbeitgebers durch das Arbeitsamt anerkannt.

Der Arbeitslose hat die Möglichkeit auf Übernahme von Bewerbungskosten zurück zu greifen. Deshalb ist es wichtig, dass vor einem Kauf von Bewerbungsunterlagen beim Arbeitsamt ein Antrag gestellt wird auf „Übernahme von Bewerbungskosten". Pro Jahr werden max. 260,00 € je Arbeitsloser an Bewerbungskosten erstattet. Im Übrigen kann man das Arbeitsamt darauf hinweisen, dass nur 260,00 € an Bewerbungskosten übernommen werden und aus diesem Grund eine übermäßige Nachweispflicht begrenzt ist.

Weiterhin kann jeder Arbeitslose beim Arbeitsamt die Übernahme von Reisekosten für ein bevorstehendes Bewerbungsgespräch beantragen. Dabei können auch die Kosten einer Übernachtung durch das Arbeitsamt übernommen werden, wenn die Gründe zur Übernachtung notwendig und plausibel sind.

Wie auch bei den Bewerbungskosten ist die Antragstellung vor dem Ereignis notwendig, also vor Beginn des Reiseantritts. Das Bewerbungsgespräch muss natürlich nachgewiesen werden. Der Betrieb muss außerdem bescheinigen, dass die Kosten für das Vorstellungsgespräch durch den Arbeitgeber nicht übernommen werden.


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