Der Mini Job im Haushalt / Arbeitsrecht

Voraussetzung ist, dass diese Beschäftigungen durch einen privaten Haushalt begründet sind und auch ausschließlich Beschäftigungen in Privathaushalten ausgeübt werden.

Es handelt sich um Tätigkeiten, die sonst gewöhnlich durch Mitglieder des privaten Haushalts erledigt werden (z.B.: Haushaltshilfe, Kinderbetreuung, usw.). Beschäftigungen in privaten Haushalten, die durch Dienstleistungsagenturen oder andere Unternehmen begründet sind, fallen nicht unter diese Regelung.

Die Einkommensobergrenze liegt auch hier bei 400 Euro, allerdings zahlt der Arbeitgeber nur eine Pauschale von 12 %, die sich wie folgt zusammensetzt:
5 % Rentenversicherung
5 % Krankenversicherung
2 % Pauschalsteuer

Der Arbeitgeber kann die Aufwendungen für die Mini-Jobs im Privathaushalt steuerlich absetzen. Der neue § 35a Einkommenssteuergesetz sieht vor, dass die Kosten für die Mini-Jobs direkt, wenn auch begrenzt, von der Steuerschuld abgezogen werden können.

In der Grundzone bis 400 Euro sind dies 10 % der Kosten, höchstens jedoch 510 Euro im Jahr.

Falls ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis vorliegt, können 12 % der Kosten - bis zu 2.400 Euro im Jahr - geltend gemacht werden. Wird ein Unternehmen mit der Erledigung der Hausarbeit beauftragt, können 20 % der Kosten - höchstens jedoch 600 Euro im Jahr - abgezogen werden.

Bei getrennter Veranlagung steht die Steuervergünstigung beiden Eheleuten jeweils zur Hälfte zu. Es bleibt aber Ihnen überlassen, eine andere Aufteilung zu beantragen. Partner in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft dürfen dementsprechend die genannten Höchstbeträge auch nur einmal geltend machen.

Bei Beginn und Ende der Tätigkeit im laufenden Jahr werden die Höchstbeträge auf die Monate umgerechnet und entsprechend reduziert (je Monat ein Zwölftel). Grundsätzliche Voraussetzung für den Abzug nach § 35a EStG:

Die Kosten dürfen weder Werbungskosten oder Betriebsausgaben sein, noch dürfen sie unter eine andere steuerliche Regelung (wie z.B. Haushaltshilfe i.S. des § 33a Abs. 3 EStG oder Kinderbetreuungskosten) fallen. 

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